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Die Gemeinde Grafschaft


Wappen der Gemeinde Grafschaft / Kreis Ahrweiler

www.meinestadt.de/Grafschaft oder www.gemeinde-grafschaft.de 

www.innovationspark-rheinland.de  www.gewerbepark-gelsdorf.de  www.team-grafschaft.de/ 

 

Beschreibung des Wappen:  Das Wappen zeigt im geteilten Schild oben in Gold  (gelb) einen wachsenden schwarzen rot bewehrten Löwen, unten in schwarz drei goldenen (gelbe) Ringe.

Erklärung:

Der obere Teil des Gemeindewappen ist dem Wappen des Landesherren, des größten Teiles der Gemeinde Grafschaft zur Zeit des alten Reiches entnommen, dem der Herzoge von Jülich, die in Gold ( gelb) einen schwarzen, rot bewehrten Löwen führten. Der untere Teil des Wappens erinnert mit den drei Ringen an den Namen des Amtes.

mit ihren Ortsbezirken

Eckendorf    Gelsdorf   Vettelhoven    Holzweiler( +Esch, +Alteheck)    Birresdorf    Leimersdorf (+Niederich, +Oeverich)      Nierendorf    Bengen    Karweiler    Ringen (+ Bölingen, +Beller)    Lantershofen

Zuständige Verwaltung:  Gemeindeverwaltung Grafschaft in 53501 Grafschaft-Ringen, Ahrtalstraße 5

Tel.: 02641 / 8007-0, Fax: 02641 / 8007-82

Zahlen    Daten    Fakten:

Einwohner:  Stand 30.06.2000  ( in Klammern:  Stand: 31.03.1989 )

Bengen 479  (428) Lantershofen 1.375 (1067)
Birresdorf 801   (475) Leimersdorf 1.239   (769)
Eckendorf 450   (355) Nierendorf 912   (609)
Gelsdorf 1.567 (1.121) Ringen 1.691 (1.157)
Holzweiler 1.366 (1.017) Vettelhoven    576   (521)
Karweiler      671   (543) Oeverich

Höchster Punkt:

östlich der Kalenborner Höhe, 345,5 Meter über NN

Niedrigster Punkt:

Deutsches Eck, 110 Meter über NN

Größe:

57,55 QKM, hiervon  40,41 QKM landwirtschaftlich genutzt, 9,91 QKM Wald, 7,23 QKM Wohngebiet und sonstiges.

Bevölkerung:

11.127 ( Stand 30.06.2000 )     [8062 ( Stand: 31.03.1989)]   [6.110 (Stand: März 1974 - kommunale Neugliederung)]

Partnerschaft:

Ein wichtiger Schritt der Gemeinde Grafschaft war am 25.Mai 1980 die Gründung einer Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Vauville en Caux. In den vergangenen Jahren haben sich zwischen der Grafschaft und dem Ort in der Normandie enge Beziehungen entwickelt. Architekten dieser deutsch-französischen Partnerschaft waren die damaligen Bürgermeister Bernard Thelu aus Fauville und Lothar Schmitt aus Grafschaft. Auch Hermann-Josef Linden auf deutscher und Xavier Mauger auf französischer Seite waren bei den Vorbereitungen für die Partnerschaft sehr aktiv. Die ersten Kontakte wurden bereits im Jahre 1978 geknüpft. In beiden Orten gibt es einen Partnerschaftsverein, der für die Pflege der gegenseitigen Kontakte verantwortlich ist. Somit ist eine enge und lebhafte Partnerschaft entstanden. Jedes Jahr bietet der Grafschafter Partnerschaftsverein eine Bürgerreise nach Fauville-en-Caux oder organisiert einen Besuch der Franzosen in der Gemeinde Grafschaft. Jährlich gibt es auch einen Austausch von Jugendlichen oder gegenseitige Besuche von Musikgruppen aus beiden Orten. Im Jahre 2000 feierte diese Partnerschaft ihr 20-jähriges Bestehen und sie kann mit Stolz auf die damit geschaffenen Kontakte und Freundschaften zurückblicken.

Klima:

Mittlere Jahreswärme: 8,5* bis 9,5*, Niederschlag durchschnittlich 600 bis 650 mm jährlich.

Wanderziele:

Schutzhütten bei Bölingen, Holzweiler, Alteheck und Nierendorf, - Flugplatz "Bengener Heide", - Fritzdorfer Windmühle, Schutzhütte am Schießplatz Lantershofen.

"Aus der Grafschaft"

-eine Bezeichnung, die ihren Ursprung in der Geschichte hat. Das Gebiet unserer heutigen Gemeinde Grafschaft wurde im Volksmund lange vor der offiziellen Benennung im Jahre 1974 "Grafschaft" genannt. Abgeleitet ist der Name von der Grafschaft Neuenahr.

Seit dem 12. Jh. besaßen die Grafen von Are im gesamten Ahrgebiet reiche Güter und große Machtbefugnisse. Nach der Teilung dieses Gebietes unter zwei Linien dieser  Familie, die Grafen von Are-Nürnberg, errichtete ein Nachkomme letzteren Zweiges um 1221 die Burg Neuenahr und benannte nach ihr sein Geschlecht.

Zu dieser Grafschaft gehörten die Dörfer Ramersbach, Wadenheim mit Beul, Hemmessen ( ( im 19. Jh. zur Gemeinde Neuenahr vereint), Bengen, Birresdorf, Karweiler, Leimersdorf mit Niederich und Oeverich, Ringen mit Beller und Bölingen, Fritzdorf, Adendorf , Villip, Eckendorf, Holzweiler mit Nieder- und Overesch, Gelsdorf, Ersdorf  mit Großaltendorf, Wormersdorf mit Kleinaltendorf und schließlich vom Kerngebiet getrennt Ramershoven mit Peppenhoven bei Rheinbach.

Als mit dem Tode des Grafen Wilhelm von Neuenahr um das Jahr 1352 sein Geschlecht in männlicher Linie ausstarb, kam es zu Erbstreitigkeiten. Hierdurch litten Land und Leute jahrelang unter Raub und Mord.

Schließlich griff der Erzbischof von Köln ein, eroberte 1372 die Burg und ließ sie zerstören. Seinen Sieg nutzte er dazu, sich die Mitherrschaft an der Grafschaft Neuenahr zu sichern. Für etwa 200 Jahre unterstand jetzt dieses Gebiet zwei Lehnsherren, bis im Jahre 1546 der Herzog von Jülich, dessen Lehnen dieses Gebiet schon seit 1343 war, wieder von der Grafschaft Besitz ergriff. Seither blieb sie mit dem Herzogtum Jülich als Amt Neuenahr vereint, hat aber in ihrem Umfang zu verschiedenen Zeiten Einbußen erlitten.

Gelsdorf, das im Jahre 1359 für kurze Zeit sogar Stadtrechte erhalten hatte, schied als erster Ort im Jahre 1382 aus der Grafschaft Neuenahr aus. Das Dorf fiel im Jahre 1558 wieder an das Amt Neuenahr zurück, wurde aber schließlich 1737 eine freie  Reichsherrschaft.

Solche Reichsherrschaften, von denen es im alten Reich mehrere Hundert gab, unterstanden keinem Lehnsherren sondern unmittelbar dem deutschen König.

Durch einen Tausch schieden im Jahre 1659 Eckendorf, Adendorf und Villip ebenfalls aus dem Amt Neuenahr  aus und bildeten zwei reichsunmittelbare Herrschaften.

Die Ortschaft Nierendorf gehörte zu dem kleinen Ländchen Landskron, dessen Mittelpunkt die gleichnamige Burg bei Gimmigen bildete. Lantershofen war ursprünglich kölnisches Land und später eine selbstständige Herrschaft.

Auch Vettelhoven, fast ganz von der Grafschaft Neuenahr umschlossen, war ein eigenständiges Territorium. So bestanden also gegen Ende des 18. Jh. auf dem Gebiet unserer heutigen Gemeinde neben dem zum Herzogtum Jülich gehörenden Amt Neuenahr fünf kleine Länder.

Alle diese Herrschaftsbereiche fielen weg. Als im Jahre 1794 französische Kriegsheere unsere Heimat eroberten und besetzt hielten. 1801 wurde das linke Rheinufer auch völkerrechtlich ein Teil Frankreichs. Mit einer vollkommen neuen Gebietseinteilung, die keine Rücksicht auf die alten Zugehörigkeiten nahm, schuf man die Grundlagen für unsere heutige Verwaltungsgliederung.. Die Siege der Verbündeten in den Jahren 1813 / 14 befreiten Deutschland von der französischen Herrschaft. Im November 1814 begann der Wiener Kongress, der die territorialen Verhältnisse neu ordnen und einen dauerhaften Frieden schaffen sollte. Die Rheinlande wurden zum größten Teil mit Preußen vereinigt.

1816 wurde der Regierungsbezirk Koblenz gegründet, der sich aus sechzehn (16) Landkreisen zusammensetzte. In unserem Gebiet, dass nun zum Kreis Ahrweiler gehörte, bestanden die in der französischen Besatzungszeit gebildeten Mairien als Bürgermeistereien zuerst in den alten Grenzen fort. Im Jahre 1818 fielen die Bürgermeistereien Heimersheim und Ringen weg. Aus ihnen wurden die Gemeinden Nierendorf, Bengen, Leimersdorf, Ringen, Lantershofen und Karweiler der Bürgermeisterei Gelsdorf zugeschlagen. Aus der Bürgermeisterei Mayschoß kam der Ort Kalenborn hinzu.

Die neue Bürgermeisterei Gelsdorf mit dem Verwaltersitz Gelsdorf hatte etwa 3700 Einwohner. Als am 27. November 1863 der damalige Bürgermeister Johann Josef Adam von Gelsdorf nach Ringen übersiedelte, übernahm er auch die Amtsstube in sein neues Wohnhaus, ein für diese Zwecke hergerichtetes Privathaus. Endlich, am 19.März 1884 konnte man das neuerbaute, heute noch bestehende, Verwaltungsgebäude seiner Bestimmung übergeben. Eine Verfügung des Oberpräsidenten vom 02.März 1936 änderte schließlich auch den Namen des Amtes von Gelsdorf in Ringen. Im Zuge des Landes Rheinland-Pfalz wurde mit Wirkung vom 16.März 1974 durch Landesgesetz aus der Verbandsgemeinde Ringen die neue Gemeinde Grafschaft geschaffen. Der Ort Kalenborn schied aus und wurde der Verbandsgemeinde Altenahr angegliedert. Aus den übrigen, ehemaligen Gemeinden Bengen, Birresdorf, Eckendorf, Gelsdorf, Holzweiler, Karweiler, Lantershofen, Leimersdorf, Nierendorf, Ringen und Vettelhoven wurden jetzt die Ortsbezirke der neuen Gemeinde Grafschaft.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Grafschaft ist seit der Gründung im Jahre 1974 durchaus positiv. Hier ist insbesondere das Gewerbe- und Industriegebiet in Grafschaft-Gelsdorf zu nennen, was zu einem Aushängeschild der Gemeinde geworden ist. Bisher konnten in Grafschaft-Gelsdorf 1.400 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Gewerbegebiet Grafschaft ist voll erschlossen und  kreuzungsfrei an das ca. 1,5 Kilometer entfernt liegende Meckenheimer Kreuz ( BAB 61 / 565 ) angebunden.

Durch diese gute Verkehrsanbindung bzw. die Schnelligkeit der Verkehrsanbindung an das Fernstraßennetz werden die Kommunikationsbeziehungen zu den benachbarten städtischen Ballungsräumen Köln / Bonn sowie Koblenz gewährleistet.

Einen weiteren Standort zur Ansiedlung von technologieorientierten Unternehmen weist die Gemeinde zur Zeit nördlich der BAB 61 zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und Bad Neuenahr-Ahrweiler aus. Hier entsteht ein 70 ha. großer Technologiepark mit einer direkten großräumigen Anbindung an die BAN 61. Für innovationsorientierte Unternehmen werden am Technologiestandort Grafschaft individuell parzellierbare Grundstücke in einer abwechslungsreiche gestalteten Parklandschaft zur Verfügung gestellt. Der Technologiepark ist eingebunden in eine umfassende städtebauliche Planung. Eingebettet in bestehende Siedlungsgebiete werden in der Nähe des Technologieparks weitere Wohngebiete entstehen. 

Am Rande des hochverdichteten Ballungsraums Köln / Bonn ist die Gemeinde Grafschaft auch zu einem der attraktivsten Wohnstandorte des Kreises Ahrweiler geworden. Besonders junge Familien zieht es auf die "Grafschaft". Hier können die Vorteile einer ländlich strukturierten Gemeinde in Verbindung mit einer guten Erreichbarkeit der Arbeitsplatzschwerpunkte, der Versorgungseinrichtungen und der sozialen Infrastruktur genutzt werden. So stehen im Gemeindegebiet mehrere Grundschulstandorte, zentrale und dezentrale Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Vielzahl von Freizeit- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung. Die durchschnittliche Einwohnerdichte betrug am 30.06.00 = 193 Einwohner / qkm. Im Gemeindegebiet ist der Anteil der entwicklungstragenden jungen Bevölkerungsschicht zur Gesamtbevölkerung im Vergleich zum Kreisgebiet sehr hoch. Diese "Verjüngung" der Bevölkerung ist auf die günstigen Baulandpreise in der Gemeinde Grafschaft zurückzuführen. Junge Familien aus den Ballungszentren Bonn, Remagen und Bad Neuenahr-Ahrweiler bringen für die Gemeinde Grafschaft eine positive Wanderungsbilanz. Der hohe Freizeit- und Erholungswert der Gemeinde Grafschaft wird durch einen Anteil von 2,08 % Nebenwohnsitzen in der Gemeinde bestätigt. 

Das es sich in der Gemeinde Grafschaft gut leben lässt, beweisen die über 80 Vereine und Verbände.

Die großklimatischen Verhältnisse begünstigen die Gemeinde Grafschaft. Aufgrund ihrer Randlage zur benachbarten Ahr - Eifel hin, liegt die Gemeinde Grafschaft innerhalb einer klimatisch begünstigten Region im Bereich des Rheinischen Schiefergebirges.

Die mittlere Lufttemperatur beträgt zwischen 8,5*C bis etwa 9*C, d.h., sie liegt um ca. 3*C höher als im Mittelgebirge. Die mittleren jährlichen Niederschlagsmengen liegen mit 620 mm weit unter den Durchschnittswerten des Mittelrheingebirges. Die günstigen klimatischen Verhältnisse kommen besonders der Landwirtschaft zu Gute.
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Datum der letzten Aktualisierung dieser Seite: 01.07.2010 
Datum der letzten Bearbeitung dieser Seite:  01.07.2010